Gasheizwerk wird abgerissen
Objekt der Stadtwerke Crimmitschau 1986 stillgelegt - Weitere Brache verschwindet
Crimmitschau.Das ehemalige Gasgruppenheizwerk an der Bebelstraße 46 verschwindet von der Bildfläche. Der Stadtrat hat einen Beschluss zum Abbruch des seit zwei Jahrzehnten ungenutzten Areals gefasst. Der Abriss geht wahrscheinlich im Juli und August des nächsten Jahres über die Bühne. Noch ist unklar, ob der Schornstein abgetragen oder gesprengt wird.
Von der Umwandlung zur Grünfläche verspricht sich Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) zwei Vorteile. "Das Umfeld für die umliegenden Gebäude erfährt eine Aufwertung. Zudem verbessert sich durch die Begrünung die Umweltsituation", kommentiert Günther die Nebeneffekte.
Die Kosten für den Abriss des Komplexes, der sich im Besitz der Stadtwerke Crimmitschau befindet, belaufen sich auf 85.000 Euro. Drei Viertel der Summe kommen aus den Fördertöpfen für die Revitalisierung von Brachflächen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Der Eigenanteil der Kommune beläuft sich auf 22.000 Euro.
Zu den größten Positionen bei dem Vorhaben gehören die Abbrucharbeiten mit 40.000 Euro, die Entsorgung von kontaminierten Abfällen mit 23.500 Euro und die Erneuerung der Geländeoberfläche mit 11.200 Euro. Dazu kommen noch Nebenkosten für Projektmanagement und Medientrennung. Das Objekt an der Bebelstraße wurde 1978 errichtet. Es diente damals der Wärmeversorgung für die Bewohner des Gebietes am Westberg. Nach der Energieträgerumstellung auf Kohle im Jahr 1986 wurde es nicht mehr benötigt. Das Gebäude diente lediglich als Lagerplatz und als Verteilstation.
Neben dem alten Heizwerk wird im nächsten Jahr noch eine weitere Industriebrache aus dem Stadtgebiet verschwinden. Dabei handelt es sich um die ehemalige Maschinenfabrik an der Breitscheidstraße 1. Der Abbruch erfolgt zwischen März und Mai. Danach kann auf dem Grundstück eine Produktionshalle der Firma M & I Maschinenbau und Instandsetzung GmbH entstehen. Die Stadträte haben nun den Finanzierungsvorschlag für den Abriss abgenickt. Die Kosten belaufen sich auf 275.000 Euro. Der Löwenanteil der Summe stammt aus den Fördertöpfen für die Brachflächenrevitalisierung. Crimmitschau rechnet mit Fördergeldern in Höhe von 190.000 Euro. Dazu werden Eigenmittel der Kommune in Höhe von 67.000 Euro und die Einnahmen aus dem Verkauf der Fläche, die auf knapp 19.000 Euro beziffert werden, für das Vorhaben verwendet.
Von Holger Frenzel
Erschienen am 20.11.2008
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