Fitness

Eintauchen in die Welt unter Wasser

Freizeitspaß Schnorcheln eröffnet neue Perspektiven


Foto: ddp

Offenbach (ddp). Unter der Wasseroberfläche gibt es viel zu entdecken. Wer in die blauen Fluten abtaucht, stößt auf fremdartige Pflanzen und kann mit Forelle oder Schildkröte um die Wette schwimmen. Als sportlicher Einstieg in die Unterwasserwelt eignet sich besonders gut das Schnorcheln, wie Theo Konken, Ausbildungsleiter beim "Verband Deutscher Sporttaucher (VDST)", erläutert. Der Freizeitspaß eröffnet nicht nur neue Perspektiven, sondern schult auch die Kondition.

Wer mit Tauchermaske, Schnorchel und Flossen auf Erkundungstour gehen möchte, muss nicht gleich in südliche Taucherparadiese wie Ägypten oder die Karibik reisen. Auch Flora und Fauna in heimischen Badeseen halten Sehenswertes bereit. "Wenn man nicht allzu viel Krach macht, kann man in Ufernähe Hechte oder Karpfen beobachten", berichtet Konken. Solche Wasserbewohner sind zwar in der Regel harmlos, durch das Glas der Tauchermaske können sie aber mitunter bedrohlicher wirken, als sie sind - denn unter Wasser erscheint alles etwa ein Drittel größer und ein Viertel näher als an der Oberfläche, wie der Tauchexperte erklärt.

Gefordert sind beim Schnorcheln ähnliche Fertigkeiten wie beim Schwimmen. Der Beinschlag beim Flossenschwimmen entspreche in etwa dem Bewegungsablauf beim Kraulen, sagt Konken. Bei der gleichmäßigen Auf-und-Nieder-Bewegung sollten die Beine möglichst gerade gehalten werden. Für den Einstieg sei überdies zu empfehlen, nicht zu harte Flossen zu wählen, denn die beanspruchten die Fußgelenke stärker.

Der Einfachheit halber schaffen sich Anfänger laut Konken am besten ein fertiges Set mit Tauchmaske, Schnorchel und Flossen an. Entsprechende Angebote gebe es im Fachhandel ab etwa 30 Euro. Auf den Kauf billiger "No-Name-Produkte" sollte man lieber verzichten, rät der Tauchausbilder: So habe eine gute Tauchmaske etwa Sicherheitsgläser und Dichtungen aus Silikon, damit nicht ständig Wasser hineinlaufe.

Wer im Meer Schnorcheln geht, sollte dies nach Konkens Rat am besten zu zweit tun. "Das ist zum einen sicherer und macht auch mehr Spaß", sagt der Tauchexperte. Denn wer lange Zeit mit dem Kopf unter Wasser verbringt, verliert womöglich die Orientierung und entfernt sich zu weit vom Ufer. Dort könne man leicht in Strömungen geraten und aufs Meer getrieben werden, warnt der Experte.

Eines der größten Risiken lauert jedoch keineswegs im Wasser. "Wer in südlichen Ländern schnorchelt, sollte am besten ein T-Shirt überziehen und ein wasserfestes Sonnenschutzmittel benutzen", rät Konken. Da der Rücken die meiste Zeit über Wasser bleibe, seien heftige Sonnenbrände keine Seltenheit.

In heimischen Gewässern kann dagegen laut Konken die Anschaffung eines "Shorty" sinnvoll sein, also eines speziellen Neoprenanzugs für den Oberkörper. Denn selbst bei 20 Grad Wassertemperatur drohe schnell eine Unterkühlung, wenn man länger als eine Stunde im Wasser bleibe. Die wärmenden Überzüge seien zu einem Preis ab etwa 30 Euro im Fachhandel erhältlich.

Wer mehr über das Schnorcheln erfahren möchte oder Gleichgesinnte sucht, kann sich an den VDST (vdst.de) wenden. In Ausbildungsstätten für Taucher würden oft auch Schnorchelkurse angeboten, sagt Konken.

(ddp)


Erschienen am 26.06.2009


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